Wie kommen die Pflanzen eigentlich in den Topf?

Topfmaschiene in der Gärtnerei Hüskes
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Wie kommen die Pflanzen eigentlich in den Topf?

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Es ist dieser Moment der Transformation. Ich habe neulich beobachtet, wie die ganz kleinen, zarten Sämlinge, die kaum größer waren als mein eigener Kopf, in die Halle gebracht wurden. Sie wirken so zerbrechlich, fast verloren. Und dann beginnt dieses rhythmische Klackern der Topfmaschine. Für mich als Raupe sieht der Drehkranz aus wie ein riesiges Karussell auf einem Jahrmarkt. Die Töpfe fahren Runde um Runde, und jedes Mal, wenn sie an den Gärtnerhänden vorbeikommen, passiert das Wunder: Aus einem leeren Plastikgefäß wird ein bewohntes Haus. Es hat etwas Beruhigendes, fast Meditatives, diesem Kreislauf zuzuschauen. Manchmal sitze ich auf einem Blatt in der Ecke und denke mir: So wie diese Pflanzen jetzt ihren Platz finden, finde auch ich irgendwann meinen Kokon. Alles hat seine Zeit und seinen Ort.”

Rosi Raupe

Doch eine Wildstaude, die nur das verhätschelte Klima eines Gewächshauses kennt, wäre in Ihrem Naturgarten kaum überlebensfähig. Sie wäre zu weich, zu instabil. Deshalb folgt der nächste, entscheidende Schritt: Sobald die Pflanzen gut durchwurzelt und ein Stück gewachsen sind, müssen sie raus. Sie kommen aus den Kisten heraus und werden auf unseren Außenbeeten aufgestellt. Wir nennen das “Rücken” oder “Auseinanderstellen”. Das hat einen ganz pragmatischen Grund: Wenn Pflanzen zu eng stehen, konkurrieren sie um Licht. Sie schießen in die Höhe, werden “geil” (wie der Gärtner sagt) und instabil. Auf den Beeten bekommen sie mehr Platz. Wind und Wetter härten sie hier ab. Sie spüren den Regen, die kühleren Nächte und die echte Sonne. Das macht sie robust, kompakt und widerstandsfähig – genau so, wie Sie es sich für Ihren Garten wünschen. Erst wenn sie hier kräftig genug geworden sind, sind sie bereit für den Verkauf.

Was als kleiner Setzling begann, durchläuft dank der Meyer-Maschine und vieler fleißiger Hände einen Prozess der Stärkung und des Wachstums.

Wenn Sie das nächste Mal durch unsere Reihen schlendern und die Vielfalt der Blätter und Blüten bewundern, wissen Sie nun, wie viel Bewegung in jedem einzelnen Topf steckt.

Es ist diese Kombination aus technischer Unterstützung und gärtnerischer Geduld, die es uns ermöglicht, Ihnen Pflanzen anzubieten, die nicht nur schön aussehen, sondern auch einen echten Beitrag zur Biodiversität leisten können. Jede Staude, die unser Gelände verlässt, ist bereit, in Ihrem Garten Insekten zu nähren, Boden zu beleben und Teil eines neuen, kleinen Ökosystems zu werden. Und vielleicht, wenn Sie ganz genau hinhören, summt sie noch ein wenig im Rhythmus des Drehkranzes.



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