Einblicke in die Arbeit eines Gärtners Woche 34

geschrieben von Klaus

 

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Heute habe ich Töpfe mit Erde gefüllt denn es ist wieder soweit die Primeln für den Frühling müssen getopft werden.

Der Trick für gute Anbau, anscheinend ist es, sie in fruchtbare und gut Erde (wenn überhaupt auf der schweren Seite), zu setzen und gut zu ernähren. Das Glas meines Gewächshauses ist von außen mit Kreide weiß gefärbt dadurch haben die kleinen Pflanzen ein wenig Schatten. Primeln mögen im Sommer keinen Sonnigen platz. Wenn sie Primeln im Garten gepflanzt haben, teilen Sie alle zwei Jahre, entweder im Frühherbst oder im Mai nach der Blüte. Sie mögen keine übermäßige Trockenheit im Sommer, also eine Stelle, an der Nordseite oder einen Platz wo sie durch Sträucher oder Sommer wachsende krautige Pflanzen beschattet werden.

 

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Ich bekomme kleine Pflanzen von Gärtnereien die Sich auf die Kultur von Primeln spezialisiert haben. Diese Gärtnereien müssen sich das ganze Jahr über mit der Kultur der Primeln befassen. Wenn bei mir die Primeln blühen und verkauft werden bestäuben die Spezialisten die Blüten um Samen zu gewinnen. Der Samen muss dann an den Pflanzen reifen und geerntet werden. Danach wird er ausgesäht und zu den kleinen pflanzen herangezogen die ich jetzt topfe.

 

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Es gibt aber auch Primeln die keinen Samen mehr bilden. Die gefüllten Rosenprimeln Bellarina etwa wo durch die Verdopplung der Blütenblätter die Fruchtbarkeit verloren gegangen ist. Diese Primeln kann man nur teilen oder in vitro vermehren. Bei der Meristemkultur entnimmt man das Teilungsgewebe also die jüngsten Zellen und setzt sie im Labor auf sterile Nährböden. Die Zellen teilen sich und werden mehr. Danach muss man sie noch einmal umsetzen und mit Hormonen zur Wurzelbildung anregen. Ein sehr aufwendiges verfahren.

 

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Ich bin für heute mit dem topfen erst einmal fertig. Die ersten Platten sind leer, jetzt noch angießen und die Primeln können wachsen.


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